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Der Brand
Am Abend des 2. September 2004 ist im Historischen Gebäude (Grünes
Schloss) der Herzogin Anna Amalia Bibliothek ein verheerendes Feuer
ausgebrochen, das sich zum größten Bibliotheksbrand in Deutschland
seit dem Zweiten Weltkrieg ausweitete.
Vermutlich war es eine defekte Elektrokabelverbindung, die das verheerende Feuer in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar ausgelöst hat. Die korrodierte Klemmverbindung einer Aluminium- und einer Kupferleitung hat längere Zeit hinter einer Wandverkleidung im Dachgeschoß geschmort, bevor die Brandmelder Alarm schlugen. Erst im Februar 2005 hat das Bundeskriminalamt in einem Gutachten das Ergebnis seiner Untersuchungen mitgeteilt.
Das Historische Gebäude, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört,
ist durch Feuer und Wasser beschädigt, im dritten Geschoss und
in der Mansarde gänzlich zerstört.
In der Brandnacht und an den Folgetagen haben mehr als neunhundert Helfer
zehntausende Bücher und Kunstwerke aus dem Gebäude evakuiert
und aus dem Brandschutt geborgen.
Große Teile der wertvollen Sammlung sind erhalten geblieben, wozu
mittelalterliche Handschriften, Inkunabeln, Globen und Landkarten gehören,
wie die weltweit größte Faust-Sammlung und Nietzsches Privatbibliothek.
Zeichnung
Historisches Bibliotheksgebäude
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